Newsletter Januar 2015

Liebe Mitglieder, liebe KooperationspartnerInnen, 

 

zunächst möchten wir allen noch ein frohes, neues Jahr wünschen.

Es folgt ein recht kurzer Newsletter, allerdings mit wirklich wichtigen Neuigkeiten!

 

 

Status der Nebenberuflichkeit / Einstufung der Krankenkassen

Mit Ablauf dieses Jahres endet mit großer Wahrscheinlichkeit die Sonderregelung, in der Kindertagespflege nebenberuflich selbstständig tätig zu sein. Ab dem 1.Januar 2016 werden alle Kindertagespflegepersonen hauptberuflich selbstständig sein. Diese Begrifflichkeiten sorgen bei manchen für Verwirrung. Ausschlaggebend ist dieser Unterschied ausschließlich bei der Einstufung in der Krankenversicherung. Großer Vorteil ist, dass mit der neuen Einstufung es wieder möglich ist, Krankengeld zu versichern. Ändern wird sich allerdings die Grundlage der Berechnung der Beiträge. Künftig wird dann die Mindestbemessungsgrenze von 2126,25€ zugrunde gelegt, auch wenn der reale Gewinn niedriger ausfällt. Der Krankenkassenbeitrag wird dann bei rund 310 Euro liegen, hinzukommen noch die Kosten für die Pflegeversicherung in Höhe von rund 50 Euro. Möchte man auch Krankengeld versichern, so erhöht sich der Beitrag noch entsprechend. Die hälftige Erstattung seitens der Stadt wird sich nicht ändern, diese ist im SGB VIII §23 verankert.

Fragen zur Berechnung und Ausnahmen beantworten die Krankenkassen. Es gibt dennoch Grundannahmen zur Feststellung der hauptberuflichen Selbstständigkeit. Ohne Gewähr zu übernehmen, hier ein grober Überblick:

  • Zeitlicher Aufwand  der Tätigkeit mehr als 30 Wochenstunden: Es handelt sich dann um  eine hauptberufliche Tätigkeit, wenn das Einkommen die Hauptquelle  des Lebensunterhalts darstellt. In Zahlen ausgedrückt: Ist der Gewinn bei mehr als 30 Stunden über 25 Prozent der Bezugsgröße, konkret höher als 708,75 € (Gewinn), dann wird von einer hauptberuflichen Tätigkeit ausgegangen.
  • Mehr als 20 Wochenstunden, aber nicht mehr als 30 Wochenstunden: Es handelt sich dann um  eine hauptberufliche Tätigkeit, wenn das Einkommen die Hauptquelle  des Lebensunterhalts darstellt. In Zahlen ausgedrückt: Ist der Gewinn höher  50 % der monatlichen Bezugsgröße, konkret höher als 1.417,50 € (Gewinn), dann wird von einer hauptberuflichen Tätigkeit ausgegangen.
  • Bis zu 20 Wochenstunden: Es handelt sich dann um  eine hauptberufliche Tätigkeit, wenn das Einkommen die Hauptquelle  des Lebensunterhalts darstellt. In Zahlen ausgedrückt: Ist der Gewinn höher als 75 % der monatlichen Bezugsgröße, konkret höher als 2126,25 € (Gewinn) dann wird von einer hauptberuflichen Tätigkeit ausgegangen.

Ein konkretes Beispiel: Frau Müller arbeitet als Tagesmutter 35 Stunden in der Woche. Ihr monatlicher Gewinn liegt bei 1000 Euro. Sie liegt damit über der oben genannten Bezugsgröße von 708,75 und muss sich hauptberuflich versichern. Frau Müller wird nun die Mindestbemessungsgrundlage von 2.126,25 € zugrunde gelegt. Ihr Beitrag liegt dann bei mindestens 310 € zzgl. des Beitrags zur Pflegeversicherung, der sich bei rund 50 € bewegt. Möchte Frau Müller auch noch Krankengeld versichert sein, steigt ihr Beitrag noch entsprechend. Das Frau Müller unter 2126,25 € an Gewinn hat, ist nicht mehr relevant, da sie die Grenzen der Bezugsgröße überschritten hat.

Familienversichert zu bleiben, kann unter Annahme dieser oben aufgelisteten Rahmen durchaus noch möglich sein. Wie die Regelung allerdings ist, wenn man nur vorübergehend weniger Umsätze hat und dann wieder mehr, z.B. durch freie Plätze, können wir nicht beurteilen. Dieses gilt es direkt bei der Krankenkasse zu erfragen.

Eine Verlängerung der bisherigen Sonderregelung ist sehr unwahrscheinlich. Uns ist bewusst, dass die erhöhten Krankenkassenbeiträge für viele eine große finanzielle Belastung sind. Wir möchten nicht tatenlos dabei zusehen und haben in Kooperation mit zwei Interessengemeinschaften aus Niedersachsen eine Petition gestartet, die zum Ziel hat, dass wir als hauptberuflich selbstständige Kindertagespflegepersonen einkommensabhängig eingestuft werden und nicht aufgrund einer fiktiven Bemessungsgrenze. Bitte unterzeichnen Sie die Petition, um die Kindertagespflege sozial gerecht zu gestalten! Hier klicken und los geht’s! DANKE!

 

Bundesweite Festlegung von Standards in den Erste Hilfe Kursen:  

Die Landesunfallkassen haben sich bundesweit auf einheitliche Standards und Kursumfänge in den Erste Hilfe Kursen geeinigt, die auch bundesweit gelten sollen. Die Kurse werden entsprechend geändert und angepasst. Eine letzte definitive Terminierung steht allerdings noch aus, geplant ist die Änderung ab 01.04.2015. Künftig werden die Grund- und auch die Auffrischungskurse 9 Unterrichtseinheiten umfassen. Wir haben unsere Erste Hilfe am Kind Kurse bereits entsprechend zeitlich geändert und bieten ab sofort ausschließlich nur noch Kurse mit 9 Unterrichtseinheiten an. Unsere Preise haben wir entsprechend angepasst:

Mitglieder: 17 €

Nicht Mitglieder: 28 €

http://www.tagesmuetter-hamburg.de/kurse/erste-hilfe-am-kind-kurse/

 

Folgende Kurse haben noch freie Plätze:

  • 101: Kreatives Basteln  (ab 29.1.15)                                                                      
  • 201: Profil zeigen (ab 7.2.15
  • 203: Flyer & Co (14.2.15)                                                                                        
  • 204: Praxisberatung/Supervision – offene Gruppe  (ab 19.2.15)                    
  • 205: Kinderschutz (ab 19.2.15)
  • 206: Großtagespflegestellen als GbR (ab 19.2.15)
  • 207: Portfolio  (ab 21.2.15) 

 

Anmeldungen per mail unter: Elzbieta.Lewandowska@basfi.hamburg.de

Poßmoorweg 44

22301 Hamburg

 

Tel. 040/2003377

info@tagesmuetter-hamburg.de

oder über unser Kontaktformular

 

Bürozeiten:

Montag-Freitag:

09.00-12.00 Uhr

 

Vermittlungsgesuche

bitte hier aufgeben.

Unsere Kooperationspartner:

Wir sind die Vertretung Hamburgs als Landesverband im Bundesverband für Kindertagespflege
Mitglied im "Der Paritätische Hamburg"
Vernetzte Kinderbetreuung
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